Rauschgift Emotion

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In den Strudeln der Verschwörungstheorien Fahrwasser nach Atem ringend versuche ich dem mitreissenden Fluss mit allen Kräften entgegen zu schwimmen, um in ruhigeres Gewässer zu kommen, um von da zu landen.

Je früher desto besser, denn am Horizont braut sich was zusammen, schwarz, tief grollend, furchteinlösend als ob Thor kampfeslustig seinen schweren Hammer schwänge.

Ich bezwinge meine aufkeimende Furcht, in dem ich mich mit einem alten Versprechen tröste, solange es Regenbögen gibt, wird die Welt schon nicht untergehen.

Hmm, eigentlich wollte ich etwas wichtiges fragen: „Wie lange werden dies gefühlstrunkenen Raufbolde von Menschen ihren Geist mit dem narkotischen Rauschgift Emotion ‚freiwillig‘ betäuben lassen?

Wann kommen die Süchtigen Menschen vom überdrüssigen, zerstörerischen Konsum aufgezwungener, archaischer Reptilienhirn-Gespinste weg, die alle Medien in Form von Werbung, Wettbewerb und Wahnsinn durchdringen?

Sex sells? Vielleicht. Emotions rule.

So, heisst es korrekt. Erzwungene Emotionen blenden, machen taub, dumm, stumm, willenlos und vor allem eines: Über alle Masse süchtig und restlos abhängig.

Nein? Pah! Das behaupten all die traurigen Substanzmissbrauchenden auch. Aber Werbung geht direkt über Augen und Ohren ins Gehirn, zersetzt augenblicklich jeden eigenen, vernünftigen Gedanken, zerstreut die natürliche Konzentration mit grellen, ätzenden Bildern, Filmen, Ton und Sprache und spritzt die Sucht direkt mit Myelin aufdröselnden Botschaften tief ins Unterbewusste.

Derart abgelenkt durch Fremdes verliert sich der angeborene Zugang zum Selbst, zum Ursprung, zum Eigentlichen.

Sagt Menschen, warum tut ihr Euch das an, lässt die Fremdbestimmungen zu und übergebt ihnen jedes Kapital, um Euch zu knechten?

Ihr habt Metawesen erschaffen, die Euch durch alle Ebenen beeinflussen. Wollte ihr den wirklich die totale Kontrolle!

Nicht ihr werdet sie haben, die juristischen Personen werden die totalen Kontrollen über Euch bringen.

Wacht auf! Endet den Wahnsinn Werbung und alles, was Marketing mit sich bringt, bevor die Versuchung ganz erwacht. Beeilt Euch! Die Zeit drängt!

Die ersten Blitze zucken sichtbar in der Ferne, der Tag wird grau und schliesslich zur tobender Nacht.“

Land vor mir. Endlich Nichtschwimmer! Noch wankt der Grund zu meinen Füssen, vom langen Hin- und Hergeworfenwerden der betäubenden Wellenschläge auf der hohen multimedialen See.

Freitag soll ein ruhiger Geselle sein. Zum Glück, folgt er auf Donnerstag.

Wer war das noch, der sang: „Broken Hearts making Rain.“?

Egal. Danach wird die Luft wieder klarer sein und die Farben prächtiger.