Zum Stein der Weisen

Dem Stein der Weisen wird Fantastisches nachgesagt, so könne er für manche beliebiges Metal in Gold verwandeln, und für andere ewige Jugend bescheren. Bevor Sie nun denken, der Stein sei nichts als alchemistischer Aberglaube und gehöre daher bestenfalls ins Reich der Mystik früher Forscher, müsse doch jedem eigentlich spätestens seit der Aufklärung bewusst sein, dass dieser Stein unmöglich existieren könne, da ausserhalb der gängigen Erfahrung und damit neben der Physik von Materie, Energie und erkennbaren Kräften nichts mit Einfluss auf die Welt existieren könne. Man muss nicht Esoteriker sein, um einzusehen, dass die Argumente oben viel zu kurz greifen. Anzunehmen, es handle sich beim Stein der Weisen um einen mehr oder weniger edlen, einfachen Gegenstand mit gegebenenfalls magischen Kräften, kann bestenfalls naiv betitelt werden. Zwar durchaus logisch ist der Glaube, die Wirklichkeit gründe einzig auf physikalisch Bestimmbarem und folge streng mathematisch Beschreibbarem, aber auch ordentlich naiv. Noch ist es zu früh, zu behaupten, der Stein der Weisen existiere, aber Sie ahnen bereits worauf dieser Text hinausläuft. Vielleicht kennen Sie das Theaterstück Dürrenmatts, für das Dürrenmatt schrieb, dass ein einmal geäusserter und von anderen gehörter Gedanke nicht mehr zurückgezogen werden könne. „Truth is the biggest lie of all.“, erklärte der Autor in im Text: „Chat with Logic“. Beide, Physik und Mathematik, haben in wachsenden Grenzen definitiv ihre Gültigkeit. Aber, wie Sie sich denken können, und hoffentlich auch überzeugt sind, dass da ist doch so einiges mehr ist als die beiden Disziplinen einem wahr machen können, dann prüfen Sie selbst, was Sie von Literatur erwarteten mit Titeln wie: „Die Mathematik der Gefühle“ oder „Gedanken und ihre Physik, Teil I von IV“. Und haben Sie sich mögliche Inhalte kurz vorgestellt? Gut! Denn darauf folgt die Frage, ob dagegen Ihre Neugierde genährt wird, mit dem folgenden Buchtitel: „Das neu entdeckte Wesen der Stein der Weisen“?

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