Der Ker‘ Ub neuer Spruch

Ho Li-Stigg, der Sohn einer asiatischen Porzellanfabrikantin und eines europäischen Windparkbetreibers, traute, unter der brennenden ägyptischen Sonne in der Wüste bei Kairo, seinen Augen nicht. Vor ihm stand, die in Stein gemeisselte Anmut der äonenalten Sphynx. „Es muss diese elende Hitze vom frühen Nachmittag sein.“, sagte Ho sich. Die Sphynx vor ihm war kurz zuvor noch schnödes, verwittertes Gestein, doch nun präsentierte sie ungesehene Farbe und Geschmeidigkeit. Ihr Fell glänzte und lag ordentlich als wäre es eben gestriegelt und reinlich geleckt worden. Der Schmuck aus Gold und Edelsteinen um ihren Hals funkelte ehrgiebig und erhaben. Unter ihrem schlafenden Antlitz erweichten sich Hos Knie. „Unmöglich.“, stammelte Ho klammen Herzens, das mehrere Schläge aussetzte als die Augen der Sphynx so zuckten als würde sie nach langem, tiefen, ruhsamen Schlaf erwachen. „Es muss am honigsüssen, bitteraromatischen Tee heute Morgen, von diesem schrulligen Araber Alachim Njid Phohydd, liegen.“ Li-Stigg versuchte sich zu trösteten, in dem er dies mehrfach zu sich sagte. Doch die Sphynx schlug, nach dem ihr wunderschönes Gesicht eine einvernehmende Farbe gewonnen hatte, ihre gleissend blendenden blauen Augen auf, gähnte kurz und freundlich. „Mensch, hör zu! Es ist höchste Zeit!“ Ihr Schwanz schlängelte sich gleitend am Horizont, wobei seine Spitze hin und her zuckte. „Legt die Hieroglyphen nieder! Hört auf die Wenigen vor Euch und öffnet Euch Ihrer Worte und Symbole. Was weit früher war, war falsch, was vor kurzem war, ist richtig und doch beides nebelhaft. Seid mutig und wagt zu erkennen, in Euch liegt einzig der Wahrscheinlichkeitsraum. Mensch! Merke Dir meine Worte und trage sie zu den Myriaden, denn ein Recht ist, was früher galt, keine Bilder machen.“

Ein Zeichen der Zeit

© FarbigeWelt, November 2019

Dies oder jenes sei zeitlos, wird gehört. Oft werden Gegenstände so bezeichnet, die mit ihrer klaren Formensprache über Jahrzehnte in die gut situierte Gesellschaft passen und stets modern und neuwertig aussehen. Vielleicht sind darunter auch Lebensweisheiten, die Jahrhunderte weitergereicht werden und solange Gültigkeit bewahren wie Kulturen in ihren Grundzügen gleich bleiben. Der Imperativ „Seid fruchtbar und vermehret euch.“ ist zugleich Aufforderung und Segen und verheisst Wohlbefinden, Familienglück, Ansehen und Wohlstand. Kaum einer anderen Direktive wurde Folge derart geleistet wie dieser, sei es nun aufgrund naiver Natürlichkeit, bewusster Verpflichtung zur Worttreue oder aus tiefster Überzeugung und starkem Glauben. Mit fortgeschrittener Technisierung taumeln die hochgehaltenen Monstrositäten mit dem Momentum der Wucht im Ungleichgewicht zur Natur. Wo die Geburten- unter die Sterberate fällt, bei gleichzeitiger Zunahme des Altersmedian und Abnahme von Gebrechen im zweiten Lebensdrittel, verbuchen die Lebensumstände zwar viele Erfolge, doch müssten, falls es welche gäbe, die Züchter ihre Methoden hinterfragen, es sei denn ihre Moden hätten sich geändert und an kurzlebiger, nativer Stangenware statt, wären von einer Handvoll Jahrzehnte geprägte Werke gefragt und damit qualitative Individualitäten an Stelle beliebiger Quantitäten. Wie es aussieht tretet diese Fasson alle paar Jahrhunderte bis zu Tausend Jahren eher isoliert in Erscheinung. Neu ist, dass daraus ein universaler Trend wird, der selbst in entlegeneren Gegenden zu beobachten ist. Mit Blick auf die modernen Zuchten, fällt der unstillbare Ressourcenhunger beziehungsweise das fehlende Empfinden von Energieumsatz, der über die physischen Grenzen hinausführt, auf. Und was weit schwerer wiegt, ist der häufige Mangel an Bewusstsein der mittelbaren bis entfernten Folgen des Ressourcenkonsums in der aktuell vorliegenden Gestalt. In welchem Masse eine gegebenenfalls sanfte, korrigierende Einflussnahme ratsam ist, wird aufgrund bisheriger Analyse als besonders delikat angenommen, da der intrinsische Entwicklungsschub seit nunmehr zwölf Generationen anhält und stets von Neuem und vielfältig überrascht. Ohne auf die populären, zwar wenigen, aber dafür umso erstaunlicheren Beispiele hinzuweisen, besteht allen Grund zur Annahme, dass die sich fortwährend vernetzenden Kulturen, aus sich heraus, die Individuen bevorzugt an die Schaltstellen setzen, die die Zeichen der Zeit wahrnehmen und Weichen für die beschleunigende, bis auf lange Sicht nicht zu haltende Fahrt ihres in sich geschlossenen Geheges korrekt stellen. Die nächstgelegene Station ist schliesslich noch nicht in Sicht und der Weg dahin ist mit grosser Bestimmtheit viele, viele Parsec lang. Beneidenswert ist ein nicht unwesentlicher Teil der kreativsten dieser Geschöpfe, trägt dieser doch die unheimliche Sehnsucht nach dem Aufbruch und der Ankunft im Ungewissen in sich und lauscht mit einem Hauch von Tränen in den Augen, Hand in Hand, dem Ruf der Sterne bei klarer Nacht. Das Fehlen der schwarz tiefen Nacht, mit all ihren glitzernden, kleinen Lichtern, ist ein herber und verhängnisvoller Verlust.

Im Überfluss der Segen, im Verzicht der Fluch

Möge der Titel polarisieren und zu Diskussionen anregen. Die folgenden Schilderungen bilden den nötigen Kontext fürs Verständnis dieses einfachen Aphorismus. 

Aktuell wird viel über die drohenden Katastrophen des zu beobachtenden Klimawandels gesprochen, geschrieben und Frustration,  Unzufriedenheit, Anschuldigungen und Forderungen in Massenversammlungen demonstriert ob der Untätigkeit und Verantwortungslosigkeit der Machtinhabenden im Umwelt- und besonders im Klimaschutz. 

Kurz Zusammengefasst:

> der sofortige Stopp der Emissionen von klimaerwärmenden Gasen wird gefordert 

> deren Reduktion in der Atmosphäre wird verlangt.

> Beschuldigt werden alle, die keinen persönlichen Schritt unternehmen, ihren Anteil an den Emissionen – am besten auf Null – zu reduzieren; 

> verflucht werden die, die ihren Anteil in dieser prekären, globalen Lage gar noch steigern. 

Lösungen auf persönlicher Ebene sind: 

> für Unbegüterte, der Verzicht auf klimaschädigende Produkte und Dienstleistungen und 

> für Betuchte, der unmittelbare Schwenk auf klimaneutralen oder -neutralisierten Konsum, also Alternativen zum aktuell Üblichen, von denen genügend vorhanden sind oder innert Jahresfrist geschaffen werden können, da die technischen Möglichkeiten für die meisten Bereiche bereits seit Jahren bestehen.

Die Forderung nach Verzicht ist stets und kann nur als Anmassung und ganz besonders im Thema Klimaschutz als massiver Eingriff auf die individuelle und gesellschaftliche Freiheit in allen Belangen begriffen werden! 

– Weil, schliesslich und weitestgehend ausnahmslos, alle gehandelten Güter und jeder Service, seit dem 20. Jahrhundert, direkt mit dem Aufbrauchen von Erdöl gekoppelt sind, einschliesslich der Produktion von klimaneutralen Energiewandlern wie Lichtkollektoren, Windkraftgeneratoren oder Photovoltaikmatrizen, deren Rohstoffe (petro-) chemisch aufbereitet und weiterverarbeitet werden. –

Kaum eine Person lässt sich gerne freiwillig einschränken!

Daher werden diverse Mittel der Gewalt beschworen: angefangen beim Moralisieren, weitergeführt mit lenkenden Massnahmen, wie künstlicher Verteuerung oder zu letzt das  Verbieten bei Strafe, sämtlicher Klimaschädlichkeiten. 

Diese Eingriffe in die Personenfreiheit sind letztlich nichts weiteres als die Verwahrung des grössten Teils der Bevölkerung im unfassbarsten und unsichtbaren, zwar mit guten Absichten, aber irregeleiteten Annahmen, sofortig zu erstellenden Gefängnis. Nur dem geringen Anteil der Menschheit, der mehr als genügend reich ist, hat die Möglichkeit sich und weitere freizukaufen mit dem Wechsel auf heute teuren, dafür klimaneutralen Ersatz und wo noch keiner vorhanden, Kompensation der Emissionen durch im gleichen Masse abbauende Massnahmen wie die Aufforstung oder der Aufbau von Angeboten an klimaneutralem, günstigen (direkten) Strom aus Sonnenenergie.

Die wenigen, oft in den Überfluss hineingeborenen, können sich glücklich schätzen, da sie jederzeit die Möglichkeit haben in eine klimaneutrale Form der menschlichen Kultur zu investieren und sich damit in vieler Hinsicht als gesegnet betrachten dürfen. 

Die weit mehr als genügend Reichen, die darauf verzichten ihre Global-Verantwortung wahrzunehmen, indem sie weiter handeln und steigern wie bisher, offenbaren sich nicht nur als Ignoranten sondern auch als kurzsichtige, asoziale, unkooperative Hirnlose; getrost können sie gemieden, ausgestossen und verflucht werden; auf Menschen dieser Sorte kann der grösste Teil der Menschheit bestens verzichten.

Welcome to Your Age of Quantum Consciousness

The picture reminds slightly a transporter room of a famous science fiction series.
I have associated the patterns in the plane, to the picture‘s left, with patterns of a punched card – so to say the easy decipherable greeting, encoded in the light of a periodically pulsing quasar.
This quasar, a light tower for all who are overwhelmed by wanderlust watching stars and  who recall those obscure days in brilliant twinklings, spread over a black deep sky, as if today was just a wink in moment of a dreamer‘s blink.

Welcome to Your Age of Quantum Consciousness
Fictional welcome message from outer space on 31 qbit multiplexed, ten prime elements‘ quantum signature encoded high frequency electromagnetic wave carrier.
– Requires quantum computers to detect multiplexed signal and to decompress packed Euler e based information.
– Requires multilayer three dimensional neuronal network trained to translate multiple written languages of different grammar concepts and in different alphabets including mathematics, quantum theory, nuclear physics and hyper object oriented programming languages to decipher greeting including enigmatic encoded description of how to access further information in the message.

Texts and Images, © 2019, Michael Trösch aka quantenkristall aka FarbigeWelt
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